IGEL Usedom-Verlag

Insel-Geschichten von Land und Leuten

Dampfer Heringsdorf vor SwinemündeAnzeige

Der Seedienst Ostpreußen

Der mit dem Versailler Vertrag endende Erste Weltkrieg brachte für Polen die Unabhängigkeit und einen Zugang zur Ostsee. Ostpreußen wurde aber dadurch vom Kernland des Reiches abgeschnitten und war auf dem Landweg nur sehr schwer zu erreichen. Deshalb wurde im Januar 1920 vom Reichsverkehrsministerium der Seedienst Ostpreußen eingerichtet. Anfangs fuhren Nordseebäderdampfer der HAPAG auf der Linie und ab 1922 übernahm der Braeunlich-Dampfer "Odin“ und später auch die "Hertha“ die Linie von Swinemünde nach Zoppot und Pillau. Da die Route nicht gewinnbringend betrieben werden konnte erfolgte ein Zuschuss von der Reichsregierung. Als diese Zahlungen schon Mitte der zwanziger Jahre ausblieben wurde der Vertrag gekündigt und die Schiffe fuhren wieder hauptsächlich auf der Saßnitz-Linie. Als Kompromiss fuhren trotzdem noch zeitweise die "Odin“ und die "Freia“. nach Ostpreußen.
Dieser Zustand war unbefriedigend, deshalb wurden im Auftrag des Reiches die beiden Motorschnellschiffe "Hansestadt Danzig“ und "Preußen“ gebaut.

Das Passagiermotorschiff PreussenDas Passagiermotorschiff Preussen

Das Passagiermotorschiff "Preussen" wurde 1926 für den Seedienst Ostpreußen gebaut. Wobei die Korrespondenz Bereederung durch die Stettiner Dampfschiffs-Gesellschaft J. F. Braeunlich geschah. Das Schiff konnte 1020 Passagiere mitnehmen, trotzdem reichten die Kapazitäten des Schiffes bald nicht mehr aus. Deshalb wurde im Jahre 1934 das Schiff umgebaut und verlängert, danach war es in der Lage 1200 Passagiere mitzunehmen. Aber schon zu Beginn des Krieges im Jahre 1939 erfolgte ein weiterer Umbau zum Minenschiff. Nur zwei Jahre später ist geriet das Schiff in ein schwedisches Minenfeld und sank.

 
Der Dampfer Swinemünde auf hoher See.Der Turbinen-Schnelldampfer „Kaiser“.

Der Turbinen Schnelldampfer "Kaiser“ am Seedienstbahnhof in Swinemünde. Die Züge fuhren direkt an die Hafenkante, so brauchten zum Umsteigen auf das Schiff keine langen Wege zurückgelegt werden. Die "Kaiser" wurde ebenfalls für den Seedienst Ostpreußen eingesetzt. Der Bordstempel gibt Auskunft, dass das Schiff im Jahre 1939 für den Seedienst eingesetzt war. Nach Beginn des Polenfeldzuges wurde die Linie endgültig eingestellt.



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